Beiträge von Mario Schneider (Vertec Gruppe)

    Renzo Peduzzi (Ferax Treuhand AG) Nach unserer Einschätzung sollte es kein Problem geben, ein Zertifikat an mehrere Cloud Server Dienste bzw. Server Ports zu binden. Haben Sie die Log-Files durch Ihren Vertec Partner hinsichtlich möglicher Auffälligkeiten prüfen lassen? Die Cloud Server Logs (vgl. Logfiles der Services und Sessions) sind häufig recht aussagekräftig.

    Spannend ist Ihr Ansatz der vier Services. Haben Sie hierdurch einen signifikante Verbesserung der Performance erreicht?

    Guten Tag Herr Schweingruber

    Das von Ihnen beschriebene Verhalten des Verbindungsverlusts zum Exchange Server tritt aktuell bei nur sehr geringen Promillesatz unserer Kunden auf. Auch gelingt uns die Reproduktion selbst bei völliger "Verkonfiguration" von Outlook in unseren Vertec Entwicklungsumgebungen nicht. Ein Umstand, welcher die Ursachenforschung nicht vereinfacht. Umso mehr danken wir Ihnen für Ihr Engagement und die Bereitstellung der Log-Files.

    Die Analyse Ihrer und der Log-Files anderer Kunden zeigt aktuell keine Fehlereinträge, welche uns einen Hinweis auf die Ursache geben könnten. Basierend auf diesem Ergebnis vermuten wir derzeitig den Ursprung im Zusammenspiel mit den Vertec umgebenden Systemen.

    Unsere Entwicklungsabteilung hat darauf hin eine Version für die Outlook App erstellt und validiert, welche nun erweiterte Debug-Einträge in die Log-Files schreibt. Die Veröffentlichung ist für das nächste Minor Release geplant.

    Wenn Sie nicht bis zur Veröffentlichung des nächsten Minor Releases warten möchten, schreiben Sie uns gerne. Wir haben eine Debug-Version der neuen Binaries für die Outlook App, um die Lösungssuche beschleunigen zu können.

    In der aktuellen Cloud Abo Version (6.6.0.6) scheint tatsächlich eine unterschiedliche Interpretation des PathBox-Features zwischen der Cloud App und der Web App zu existieren.

    Per XML-Customizing ist es möglich einer Gleichheit der PathBox-Funktionalitäten zu erreichen. Werden die Klasseneinstellungen für die Klasse "Aktivität" um folgenden XML-Code ergänzt:

    Code
    <Page Override="Activity">
        <PathBox Override="BasePath" IsFixedPath="False" />
    </Page>

    dann kann auch in der Cloud App der Basis-Pfad der Aktivität mutiert werden.

    Eines unserer höchsten Ziele für die Entwicklung unserer Software ist neben Aktualität und Benutzerfreundlichkeit im Besonderen die Performance. In der Anwendung von Vertec sorgt Geschwindigkeit für Frust oder Freude. Da viele unserer Kunden täglich viel Zeit mit Vertec verbringen, ist die Performance der Software umso wichtiger.


    Aus diesem Grund veröffentlichen wir immer wieder unsere Gedanken und Hilfsmittel, um die Performance einer Vertec Umgebung zu bewerten und zu verbessern. So spricht Claudio Pietra an der Anwendertagung im Herbst 2022 über die vier wesentlichen, Performance bestimmenden Ebenen einer Vertec Umgebung - Infrastruktur, Datenbanksystem, Vertec Standardsoftware und Customizing (ab 7 Minuten 21 Sekunden):

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    Im Folgenden möchten wir Ihnen ein Hilfsmittel in Form einer Vertec Datenbank zu Verfügung stellen, um Ihnen die Bewertung Ihrer Infrastruktur und des Datenbanksystems in Form eines Benchmarkings zu ermöglichen.

    Der Benchmark wird durch die Lade- und Berechnungszeit vorab und fest bestimmter Vertec Objekte und OCL-Expressions definiert. Die Messung und Berechnung ist per Python standardisiert und kann nach dem Öffnen von Vertec gestartet. Durch diese Vorgehensweise werden die Ebenen Customizing und Vertec Standardsoftware egalisiert. Damit bestimmen die Infrastruktur und das Datenbanksystem im Wesentlichen die Lade- und Berechnungszeiten.

    Nun, für alle Interessierten:

    a) gezipptes DB-Backup (Firebird-DB oder SQL-DB) herunterladen und in eine Vertec-Server-Umgebung mit mindestens Version 6.6 einbinden

    b) für eine ggf. notwendige Datenkonvertierung die Desktop App auf dem Server starten, für den Fall, dass Sie eine Version neuer als 6.6.0.1 einsetzen

    c) Web App starten und als "Administrator" ohne Passwort anmelden

    d) Messergebnisse vergleichen und Infos zum Ergebnis inkl. Vertec Umgebung posten

    p.s. Der Upload der beiden DBs erfolgt in wenigen Minuten..

    in Vertec kann für jede Hierarchieebene eines Speicherpfads eine eigene OCL-Expression in %% gehüllt werden. Die OCL-Expression:

    Code
    %projekt.dokpfad + '\ '.substring(1,1) + if (typ->keystring('subfolder') <> '') then (typ->keystring('subfolder')) else ('') endif%

    könnte auch als:

    Code
    %projekt.dokpfad%\%if (typ->keystring('subfolder') <> '') then (typ->keystring('subfolder')) else ('') endif%

    formuliert werden. Damit wird das Escaping vernachlässigbar.

    Bezüglich dem "Updload" via Aktivität schaue ich

    Der Upload von Dokumenten per Aktivität ins Sharepoint ist ebenfalls möglich und kann nahezu identisch zu den Office Addins eingesetzt werden. Abweichend ist, dass in Vertec mit dem Anlegen einer Aktivität begonnen wird und nicht über eine Drittapplikation. Ein weiterer Vorteil ist fehlende Plattformabhängigkeit. Sprich, der Upload von Dokumenten per Aktivität ins Sharepoint ist ebenfalls bei alleinigem Einsatz der Web App möglich. Also auch für Mac-User.

    Das Erweitern des Speicherpfads mittels Aktivitätstyp wurde bereits erwähnt. Als Idee, es wäre denkbar, am Aktivitätstyp ein Key, entsprechend der Unterverzeichnisse zu setzten. Mittels OCL-If-Statement könnte geprüft werden, ob auf dem Aktivitätstyp der entsprechende Key gesetzt ist und darauf basierend den Pfad in der Klasseneinstellung berechnen. Ungefähr so:

    Code
    %dokpfad%\%if (typ->keystring(subfolder) <> '') then ('') else (keystring(subfolder)) endif%

    Mittels Page Customizing (für die Klasse Aktivität) könnte ebenfalls die Eingabe eines Teilstrings für den Sharepoint-Speicherpfads realisiert werden. Wenn gewünscht, kann ich hier ein Beispielvideo posten.

    Das Outlook Addin erechnet den Dokumentpfad aufgrund des ersten Projekts oder, falls kein Projekt vorhanden, anhand der ersten Adresse (vgl. Der Addin-Dialog).

    Bis jetzt hatten wir nicht vor das "alte" Outlook Addin so bald nicht mehr auszuliefern (vgl. Umgang mit alten Emails bzw. Email-Aktivitäten). Eine Weiterentwicklung des Funktionsumfangs wird es aufgrund der zukunftsfähigkeit der Outlook App nicht mehr geben. Somit bleibt nur das manuelle Setzen des Dokumtenpfads oder ein nachträglich, automatisiertes Verschieben.

    Evtl. könnte man zum heutigen Zeitpunkt schon über den Workflow für den zukünftigem Einsatz der Outlook App nachdenken, wenn "alle" Files nach vordefinierten Schematas auf einem Filesystem, Sharepoint oder ähnlichem ablegent werden sollen. Dies ist die Interpretation Ihrer Anfrage.

    Wie Volker Schwarzer bereits schrieb (#4), werden wir die Grenze für Emails bzw. Emails mit grossen Anhängen noch oben verschieben. Bei den diversen Testszenarien konnte wir ein Abstürzen der Cloud Server Diensts nicht beobachten, ebenfalls nicht, wenn die Grösse des Email-Anhangs die aktuelle Grenze deutlich überschritt.

    Der Datenaustausch zwischen Vertec und Abacus wird mittels Abacus Web Debitoren Schnittstelle realisiert.

    Dabei nutzt Vertec die Abacus-seitig zur Verfügung gestellte AbaConnect-Schnittstelle. Die AbaConnect-Schnittstellen können manuell via ABACUS Benutzeroberfläche (Prog. 625) oder via WebService verwendet werden (vgl. AbaConnect Handbuch, Seite 4, Stand: 11.02.2022). Vertec verwendet an dieser Stelle den Abacus-seitigen AbaConnect-Webservice und folgt dabei der von Abacus vorgegeben Architektur (vgl. AbaConnect Handbuch, Seite 5, Stand: 11.02.2022):

    Die für das Login am AbaConnect Webservice zu benutzenden Login Funktionen nebst zu übergebender Daten sind im "Technical Overview - Using AbaConnect WebService" dokumentiert. Für die Login Operation sind dies die Parameter "Username, Password und Mandant" zu senden (vgl. Technical Overview - Using AbaConnect WebService, Seite 7 ff, Stand: 11.02.2022).

    Daher würde ich aus der Abacus Dokumentation ableiten, dass für die gegenseitige Authentisierung zweier technischer Systeme, wie in diesem Fall mittels Vertec Abacus Web Debitoren Schnittstelle (Fremd-Software) am AbaConnect Webservice keine 2FA-Funktionalität besteht, für die erforderliche Authentisierung der User an GUI Clients 2FA hingegen genutz werden kann. Dies ist Deckungsgleich mit unseren derzeitigen Erfahrungen, welche wir bisher beim Anbinden von Vertec an Abacus sammeln durften.